Nikon FG20



1984 wurde die EM durch die Nikon FG 20 abgelöst. Eigentlich hätte sie Nikon EM-2 heißen müssen, da sie mehr Ähnlichkeit mit der EM als mit der FG hatte.


Äußerlich nicht unbedingt schöner geworden, hat sie technisch jedoch mehr Möglichkeiten zu bieten als die EM. Wichtigste Änderung sind die zusätzlich zur Zeitautomatik  einstellbaren manuellen Verschlußzeiten zwischen 1/1000 und 1 Sek. Sie werden quarzkontrolliert, im Sucher jedoch nicht angezeigt. Arbeitet man also mit den manuellen Zeiten, muß man den jeweils eingestellten Wert im Kopf behalten. Eine Arbeitsweise, die nicht gerade Fehler vermeiden hilft.


Weiterer Unterschied zur EM: die akustische Warnung ist abschaltbar. Die fest eingebaute Mattscheibe ist heller geworden, und der Schnittbild-Entfernungsmesser dunkelt erst bei einer Lichtstärke unter 1:5,6 ab. Gewissermaßen eine Vorstufe der später in der F301 vorgestellten ''Brite-View''-Einstellscheibe.


Zur Zeitanzeige im Sucher ist eine Leuchtdiode hinzugekommen, die durch ein ''M'' auf die abgeschaltete Automatik hinweist. Der Filmempfindlichkeitsbereich ist bis ISO 3200/36° ausgedehnt worden, im Innern ist es ansonsten bei der bewährten Technik der EM geblieben - mit einer Ausnahme:

der durch den Blendenmitnehmer am Objektiv abgegriffene Blendenwert war bei der EM noch auf eine ungeschützte Widerstandsbahn übertragen worden. Schon kleinste Staubpartikel stören dabei die Kontaktgabe. Das macht sich durch ein Zittern oder Springen der Anzeigenadel bei Verstellung der Blende bemerkbar.
In der Nikon FG20 hat man dieses Problem durch eine FRE-Widerstandsbahn (functional resistance element) beseitigt. Eine große Zukunft war der Nikon FG20 jedoch nicht beschieden, denn schon nach knapp einem Jahr wurde die Produktion eingestellt.