Nikkormat EL
Die von Nikon zwischen 1972 und 1977 gebaute Nikkormat EL ist die erste Kamera von Nippon Kogaku K. K. mit einem elektronischen Verschluss. Sie unterscheidet sich daher in ihrem Inneren grundlegend von den bisherigen Nikkormats. Die Belichtungszeit wurde über das jetzt wieder traditionell oben angebrachten Zeiteinstellrad angewählt, und nicht mehr wie bei den Vorgängermodellen am Ring um die Objektivfassung.

Als bahnbrechende Neuerung aber gab es jetzt auch eine Zeitautomatik, die Kamera wählte also selbst die zur eingestellten Blende passende Belichtungszeit. Im Gehäuse der mechanischen Nikkormats war jedoch kein Platz mehr vorhanden für die zusätzlichen elektronischen Schaltungen. Die Lösung wurde in flexiblen Leiterplatten gefunden, die um das Sucherprisma angeordnet wurden. Dennoch brauchten die 74 Transistoren und 27 Kondensatoren, vereinigt in einem integrierten Schaltkreis, gemeinsam mit den notwendigen Leitungen so viel Platz, dass das Sucherprisma verbreitert werden musste. Dadurch ergibt sich das unterschiedliche Aussehen der Nikkormat EL im Vergleich mit Nikkormat FTN.

Die Stromversorgung erfolgt über eine 6 Volt-Silberoxyd-Batterie, die Nikon an einer ungewöhnlichen Stelle im Kameragehäuse untergebracht hat. Sie befindet sich im Spiegelkasten, und zum Wechsel der Batterie muss zunächst der Spiegel hochgeklappt und die Fachabdeckung entriegelt werden.

Die EL war eine sehr erfolgreiche Kamera. Mit ihr war die Nikkormat-Reihe auf dem Höhepunkt der Entwicklung angelangt, danach folgten, technisch gesehen, nur noch unwesentliche Verbesserungen.

1976 erschien die nur in schwarz erhältliche Nikkormat ELW, die zusätzlich einen Anschluss für den neuen Motorantrieb